Zahlen und Fakten rund um die Kartoffel

Die Salzkartoffel ist viel mehr als eine Sättigungsbeilage und wird auch nicht nur von norddeutschen Bauern angebaut. Als Nahrungsmittel enthält sie viele wichtige Nährstoffe und als Rohstofflieferant liefert sie umweltschonende Stärke für eine Vielzahl von Produkten. Sie wird weltweit angebaut.

Wie setzt sich die Kartoffel zusammen?

Zerlegt man eine frische, ungeschälte Kartoffel in ihre Bestandteile, erhält man pro hundert Gramm diese Bestandteile:
Wasser 80 Gramm
Stärke 15 Gramm
Eiweiß 2 Gramm
Ballaststoffe 2 Gramm
Zucker weniger als 1 Gramm
Fett 0,1 Gramm
Vitamine 29 Milligramm
Mineralstoffe 500 Milligramm

Der Energiegehalt der Kartoffel beträgt dabei gerade mal 70 Kilokalorien je hundert Gramm- Dafür liefert sie aber jede Menge wichtige Nährstoffe für unseren Körper. Denn Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe muss der Mensch täglich essen.
Der wesentliche Energielieferant der Kartoffel ist die Stärke, ein Kohlenhydrat, das im Körper langsam in Zucker umgewandelt wird. Das geschieht langsam, deshalb sättigen Kartoffeln über einen längeren Zeitraum. Zusätzlich zur Energie liefern die Kohlenhydrate dem Körper auch Baumaterial für Knochen und Knorpel.

Die zweite Energiequelle ist das Eiweiß. Das Kartoffeleiweiß ist hochwertiger als das anderer pflanzlicher Proteine.
Ballaststoffe werden zwar nicht verdaut. Sie sättigen aber und regen die Verdauung an.
Kalium macht den größten Anteil der Mineralstoffe in der Kartoffel aus. Phosphor und Magnesium zwei weitere, die noch in größeren Mengen enthalten sind. Mineralstoffe werden für den Stoffwechsel benötigt. Der Körper kann sie nicht selbst produzieren, daher müssen sie jeden Tag mit dem Essen und Trinken aufgenommen werden.
Vitamin C ist das prominenteste Vitamin in der Kartoffel. Es ist gut für den Aufbau der Knochen sowie Zähne und für die Festigkeit der Wände der Blutgefäße.

Wo wird die Kartoffel angebaut?

Die meisten Kartoffeln werden in China angebaut. In Europa ist Russland Spitzenreiter. Deutschland ist auf Platz Sechs der weltweiten Produktion.
Die Top Ten der Kartoffelerzeuger-Nationen
(Angaben in Millionen Tonnen für das Jahr 2009)
China 69,0
Indien 34,4
Russland 31,1
Ukraine 19,7
USA 19,6
Deutschland 11,6
Polen 9,7
Niederlande 7,2
Weißrussland 7,1
Frankreich 7,1
Aktuell werden 20 Prozent mehr Kartoffel auf der Erde angebaut als vor 20 Jahren. Aus Südamerika stammend wurde die Kartoffel im 16. Jahrhundert über die Kanarischen Inseln nach Europa eingeführt. Von dort wurde sie von Seeleuten nach Asien gebracht. Relativ spät fand sie Verbreitung in Afrika – erst im Laufe des 19. und 20 Jahrhunderts. Jedes Jahr werden weltweit so viele Kartoffeln geerntet, dass statistisch gesehen jeder der 7 Milliarden Menschen gut 50 Kilo Kartoffeln das Jahr über essen könnte. Detaillierte Informationen und Zahlen findet man in der Daten Faostat der Vereinten Nationen.

Wieviel Kartoffeln werden in Deutschland geerntet?

Die Anbaufläche von Kartoffeln in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren von 342.000 auf 259.000 Hektar gesunken. Gleichzeitig stieg der Ertrag pro Hektar von 299 auf 458 Dezitonnen (1 Dezitonne = 100 kg). Am meisten Kartoffeln werden in Niedersachsen (122.900 Hektar) und Bayern (43.700 Hektar) angebaut.

Wie schnell wächst die Kartoffel?

Nach dem Pflanzen der Kartoffelknollen im Frühjahr dauert es etwa fünf Wochen, bis die ersten Triebe und Blätter auf dem Acker sichtbar werden. Die Pflanze wächst rasch und kann bis zu einem Meter und höher werden. Nach etwa zehn Wochen zeigen sich die ersten Blüten. Die Knollen, die wir essen, sind nicht die Früchte der Pflanze, sondern ihre Vorratsspeicher. Diese sind das dicke Ende der unterirdischen Seitentriebe, die die Kartoffel im Verlaufe ihres Wachstums bildet. Bis zu 20 solche Vorratsspeicher legt eine Kartoffelpflanze an. Bei der Knollenbildung legen die Pflanzen ein unterschiedliches Tempo an den Tag. Die schnellsten brauchen dafür rund drei Monate, die langsamsten so um die fünf.

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